Verhütung, Pannen & Co

Pille & Co.

Auch wenn junge Frauen in Deutschland immer häufiger auf die Pille als Verhütungsmittel verzichten, bleibt die Pille insgesamt unter allen verordnungsfähigen Verhütungsmitteln immer noch das am häufigsten verordnete empfängnisverhütende Mittel.

Es gibt gut fünfzig zugelassene Pillenpräparate auf dem deutschen Markt. Die Pille ist ein Hormonpräparat, das die weiblichen Hormone Gestagen und Östrogen in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Dosierungen enthält.

Die Pille ist bei richtiger Anwendung eine der sichersten Verhütungsmethoden, aber sie birgt natürlich auch Nebenwirkungen. Weitere Informationen rund um die Pille findest Du hier.

Da jedes Mädchen*, jede Frau* unter anderen Lebensumständen lebt, sollte die Wahl der richtigen, sicheren Verhütungsmethode zusammen mit einer Ärztin*einem Arzt oder mit den Beratern*innen einer Beratungsstelle individuell besprochen werden. Denn nicht jede Verhütungsmethode ist für jedes Mädchen*, jede Frau geeignet. Weitere Informationen rund um die Frauenärtzin*den Frauenärzt findest Du hier

Solltest Du dich für die Pille entscheiden und wenn keine medizinischen Einwände dagegen sprechen, sollte die erste Pillenwahl immer eine Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sein, um das Thromboserisiko minimal zu halten. Eine Thrombose kann das Mädchen*die Frau im ca. 2 Halbjahr des ersten Anwendungsjahres bekommen. Nach dem ersten Anwendungsjahr ist die Gefahr einer Thrombose minimal.

Wichtig ist hier, dass Mädchen*Frauen nicht immer erneut eine Pillenpause und einen erneuten Pillenstart durchführen, da mit jedem neuem Pillenstart nach einer Pause die Thromboserechnung (erstes halbes Jahr bis zu einem Jahr) erneut anfängt. D.h.: Mit jeder neuen Pilleneinnahme nach 4-wöchigem Aussetzen starten alle Nebenwirkungen von neuem. Eine Thrombose wird erkannt durch Beinschmerzen/Armschmerzen, Schmerzen beim Auftreten. Eine Thrombose kann auch zu einer Lungenembolie oder einem Schlaganfall führen.

Neben der Pille gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten zu verhüten. Weitere hormonelle Verhütungsmethoden sind der Vaginal-Ring, das Verhütungspflaster, das Hormon-Stäbchen (Implanon), die Hormonspirale oder die 3-Monatsspritze. Hormonelle Verhütungsmethoden sind bei richtiger Anwendung sehr sicher, aber sie haben natürlich auch Nebenwirkungen. 

Nichthormonelle Verhütungsmethoden sind z.B. die Kupfer-, Silber- oder Goldspiralen, die Kupferkette oder der Kupferperlenball. Neben diesen Langzeitmethoden gibt es die Barrieremethoden, wie das Kondom, das Diaphragma, die Verhütungskappe oder das Frauenkondom. Hier findest du weitere Informationen rund um die verschiedenen Verhütungsmethoden. 

Egal für welche Verhütungsmethode man sich entscheidet - achte darauf, dass die Verhütungsmethode zu dir und deinem Leben passt. 

Falls du Medikamente einnehmen musst, besprich dies mit deiner Ärztin*deinem  Arzt, um die richtige Verhütungsmethode für dich zu finden.