Verhütung, Pannen & Co

Pille & Co.

Die Antibabypille ist das in Deutschland am häufigsten verwendete Verhütungsmittel zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft.

Mittlerweile gibt es gut 100 zugelassene Pillenpräparate auf dem deutschen Markt. Die Pille ist ein Hormonpräparat, das die weiblichen Hormone Gestagen und Östrogen in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Dosierungen enthält.

Die Pille ist bei richtiger Anwendung eine der sichersten Verhütungsmethoden, aber sie birgt natürlich auch Nebenwirkungen. Weitere Informationen rund um die Pille findest Du hier.

Da jede/s Mädchen*Frau* unter anderen Lebensumständen lebt, sollte die Wahl der richtigen, sicheren Verhütungsmethode zusammen mit einer Ärztin*, einem Arzt* oder mit den Beratern*innen einer Beratungsstelle individuell besprochen werden. Denn nicht jede Verhütungsmethode ist für jede/s Mädchen*Frau* geeignet. Weitere Informationen rund um die/den* Frauenärzt*in findest Du hier

Solltest Du dich für die Pille entscheiden und wenn keine medizinischen Einwände dagegen sprechen, sollte die erste Pillenwahl immer eine Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sein, um das Thromboserisiko minimal zu halten. Eine Thrombose kann die Frau* im ca. 2 Halbjahr des ersten Anwendungsjahres bekommen. Nach dem ersten Anwendungsjahr ist die Gefahr einer Thrombose minimal.

Wichtig ist hier, dass Frauen* nicht immer erneut eine Pillenpause (kein Partner oder andere Gründe) und einen erneuten Pillenstart durchführen, da mit jedem neuem Pillenstart nach einer Pause die Thromboserechnung (erstes halbes Jahr bis zu einem Jahr) erneut anfängt. D.h.: Mit jeder neuen Pilleneinnahme nach 4-wöchigem Aussetzen starten alle Nebenwirkungen von neuem. Eine Thrombose wird erkannt durch Beinschmerzen/Armschmerzen, Schmerzen beim Auftreten. Eine Thrombose kann auch zu einer Lungenembolie oder einem Schlaganfall führen.

Neben der Pille gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten zu verhüten. Weitere hormonelle Verhütungsmethoden sind der Vaginal-Ring, das Verhütungspflaster, das Hormon-Stäbchen (Implanon), die Hormonspirale oder die 3-Monatsspritze. Hormonelle Verhütungsmethoden sind bei richtiger Anwendung sehr sicher, aber sie haben natürlich auch Nebenwirkungen. 

Nichthormonelle Verhütungsmethoden  sind z.B. die Kupfer-, Silber- oder Goldspiralen, die Kupferkette oder der Kupferperlenball. Neben diesen Langzeitmethoden gibt es die Barrieremethoden, wie das Kondom, das Diaphragma oder die Verhütungskappe.

Egal für welche Verhütungsmethode man sich entscheidet - achte darauf, dass die Verhütungsmethode zu dir und deinem Leben passt. 

Falls du Medikamente einnehmen musst, besprich dies mit deinem Arzt*/Ärztin*, um die richtige Verhütungsmethode für dich zu finden.